Wie wirklich ist die Welt?

Definition und Anwendung einer Größe zum Quantifizieren von Wirklichkeit


"Das Bild ist ein Modell der Wirklichkeit."
Ludwig Wittgenstein, Philosoph, 1889-1951

Das Bild ist ein Teil der Wirklichkeit.
Unsere Wirklichkeit ist ein Modell der Wirklichkeit.
dS.

 

Inhalt

Wie wirklich ist die Welt?

Dies beginnt man vielleicht nach Erlebnissen nach Art von "The Game", 1997, "The Truman Show", 1998, anywhere version, "The Matrix", 1999, "Cube 2: Hypercube", 2002, "Avatar", 2009, zu fragen. Ist die virtuelle Workbench und die Navigationsanzeige plastisch und detailliert genug? Ist die Lern-Quote in Programmed- Reality- Umgebungen höher? Ab wann werden Synchronizitäten für individuelle Erlebnisräume wirklich? Wie populär und gleichzeitig zutreffend ist die Hypothese, wie viel Wirklichkeitspotenzial hat der Gedanke? Wie wirklich soll man außergewöhnliche Wahrnehmungen und Ereignisse nennen? Gibt es echtzeitvernetztes Denken, Wahrnehmen, Reagieren, Agieren? Ab wann steuern simulierende Systeme auf Dauer Lebensvorgänge? Wäre es nicht gut, zu all diesen täglichen Dingen eine flexibel einsetzbare, berechenbare Bezugsgröße zu haben, mit der wir Produkte vergleichen, Ergebnisse einschätzen und Urteile bilden können?

 

Eine Größe zum Quantifizieren von Wirklichkeit

Angaben zum Realo beschreiben den über Willen oder Entscheidungslogik steuerbaren Erkennungsgrad eines Objekts durch eine oder mehrere Bewusstheiten innerhalb eines festgelegten Zeitabschnitts. Sie haben stets einen positiven reellen Wert.

Definitionen

  • Realo, ro:
    Größe zum Bestimmen und Berechnen wahrgenommener Wirklichkeiten, Wirklichkeitsgrad

    Die Abhängigkeit des Realo von Objekt, Bewusstheit, Häufigkeit, Zeit kann formal notiert werden:

    ro (Objekt, Bewusstheit, Häufigkeit, Zeit) ≥ Realowert

    Anwendungsspezifisch gelten weitere Parameter und Einflussfaktoren: effektive Wahrnehmungintensität, Zustände der Bewusstheiten, Objekt- Zustände, Objekt- Diskursbereich, sensorische Erweiterung.
     
  • Realowert: positive reelle Zahl |r|, r ∈ ℜ; festzulegen vom Beobachter
     
  • Centiro, cro: Hundertstel vom Realo

    0,00 ro =    cro
    0,33 ro =   33  cro
    1,00 ro =   100  cro

    Das Centiro erleichtert es, Wirklichkeit in Prozent zu auszudrücken. 
       
  • Objekt:
    Gegenstand von Wahrnehmung und Erkenntnis. Kann auch eine sich selbst erkennende Bewusstheit sein. Zu unserer Wirklichkeit gehören sowohl die einzulegende Filmrolle als auch das Filmereignis und die Gedanken, die es beim Beobachter auslöst. Jede Wahrnehmung besitzt einen Realowert. Phantom- und Out-of-Body-Phänomene kennen nicht nur die Erlebenden, sondern auch Chirurgen und Bewusstseinsforscher. Abstrakte Objekte wären eine Formel für den Kreis, ein gemessener Wert, ein Ereignis, ein unbestimmtes Gefühl, ein Gedanke, eine Idee, Erzählung oder Hypothese, etc.
     
  • Bewusstheit, Subjekt, Beobachter, Wahrnehmer, Rezipient:
    a) Einzelbewusstheit, Individuum: Lebewesen oder künstlicher Verstand mit lokalem Bewusstsein, das Objekte wahrnimmt, erkennt, abstrahiert und reflektiert
    b) aus Vernetzung entstandene Bewusstheit, vernetztes Bewusstsein: Cluster von gekoppelten Einzelbewusstheiten, durch asynchrones oder » synchrones Zusammenschalten erweitertes Bewusstsein
     
  • Subjektabhängigkeit:
    Vernunftbegabte Individuen werden aufgrund unterschiedlicher Erfahrungsspeicher und Erlebnisräume das abstrakte und aus komplexen Informationen bestehende Objekt Film deutlich voneinander abweichender beschreiben als die physikalische Präsenz einer Filmrolle. Sie öffnen sich dem zu rezipierenden Multimedium in unterschiedlicher Weise und Intensität. Parallel wirkt aber auch kollektive Wahrnehmung. Wenn ein Einzelner nichts hört, ändert es den Realowert des Films kaum. Wo eine Gruppe nichts hört, zB. wegen einer technischen Beeinträchtigung, entfernt sich die wahrgenommene Wirklichkeit substanziell von der ursprünglich projektierten. Zur Subjektabhängigkeit folgen unten ein paar Beispiele
     

Wir definieren 1 ro als das Maximum, mit dem sich eine Bewusstheit selbst zu erkennen, das heißt sensorisch, kognitiv, logisch etc. zu erfassen vermag. Dies kann unter Zuhilfenahme aller natürlichen und » künstlichen Rezeptoren geschehen, die ihr zu einem gegebenen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Alle ro-Werte sind relativ zu Subjekt und Zeit.

Wenn eine Einzelbewusstheit oder ein Cluster von verkoppelten Bewusstheiten in einer definierten Zeit das Objekt nicht wahrnimmt und es auch durch vorherige Wahrnehmung nicht kennt, besitzt das Objekt dann genau 0 Realo für diese Bewusstheit(en). Ein Vergleich zum noch unbeobachteten » "Meer von Potenzialitäten", von dem Quantenphysiker und Bewusstseinsforscher sprechen, scheint angebracht.

Wer intensiv an einer Lösung knobelt, dabei gleichzeitig Kaffee zubereitet und einen gehäuften Teelöffel Salz hineinstreut, dessen Bewusstsein war mehr auf der abstrakten Denksportebene irgendwo außerhalb lokalisiert und dafür weniger in der Hier-und-jetzt-Präsenz. Ohne ein alles registrierendes » Unterbewusstsein und etwas rationale Logikanalyse wird man nicht herausfinden, wie es überhaupt dazu kam.

Ein » dösendes Lebewesen oder gedrosseltes artifizielles Bewusstsein hat gegenüber sich selbst weniger als 1 ro:

   ro (schlafendes Krokodil)
< ro (passiv lauerndes Krokodil)
< ro (nährendes Krokodil)
< 1

Das schlafende Krokodil ist in der biophysischen Welt weniger präsent als der nährende. Nur ein Teil des Gehirn muss für die Atmung aktiv bleiben. Weiterhin ist anzunehmen, dass die Konzentration auf Nahrungssuche und -aufnahme etwas ablenkt von » vollkommener Selbstwahrnehmung (ro = 1).

Ro-Werte zwischen 0 und 1 gehören Objekten beliebigen Typs, etwa energetisch, stofflich, abstrakt, gedanklich, welche das Subjekt - eine Einzelbewusstheit natürlichen oder » künstlichen Ursprungs - lokal als interne Kopie darstellt und speichert. Realowerte beschreiben, wie intensiv eine solche Projektion wird. Räumliche und zeitliche Entfernung sowie Erscheinungshäufigkeit und Einflussdauer spielen eine Rolle.

Unser passiv lauerndes Krokodil senkt als wuchtiges, dunkles Holzstück sein ro gegenüber der wahrnehmenden Außenwelt, bleibt aber selbst bei einem relativ höheren Wert, wenn es sofort zupacken will. Es sei denn, das Krokodil kann relativ unbewusst-vegetativ seine Umgebung gut überwachen.

Werte höher als 1 ro können durch kollektive Wahrnehmungsvorgänge entstehen.

Beispiel für asynchrone kollektive Wahrnehmungsvorgänge: Person 1 liest ein Buch, Person 2 liest an einem entfernten Ort das gleiche Buch, nicht unbedingt zur gleichen Zeit. Später reflektieren beide eventuell korrespondierend über das Gelesene.

Beispiel für synchrone kollektive Wahrnehmungsvorgänge: Person 2 sieht ein Buch über » Mengenlehre, Person 1 steht daneben und sagt Person 2, dass dort ein Buch über Mengenlehre steht. Dieses Echtzeitfeedback erhöht das Realo für Person 2.

 

Relationale Wertebestimmung des ro

Ein Beobachter bestimmt absolute Realowerte unter Beachtung der hier skizzierten Relationsmethodik.

1) Einen Raum erfahren die meisten so:

  1
> ro (Raum tagsüber)
> ro (beleuchteter Raum bei Nacht)
> ro (unbeleuchteter Raum bei Nacht)
> 0
 

2) Beobachter können zusätzliche sensorische Konverter nutzen.
    Für Wissenschaftler war beispielsweise:

   ro (Saturn, Sonde)
> ro (Saturn, terrestrische Anlage)
> ro (Saturn, Handfernrohr)

Obwohl die Saturndaten von der Sonde signifikant mehr Transformation erleben und zeitlich entkoppelter sowie gespreizter den Beobachter erreichen, bringen sie hier höhere Realität. Die hochqualitativ auf das wahrnehmende Subjekt zugeschnittene, relativ aufwändige sensorische Umsetzung erlaubt es. Technisch sensorisch erweiterte Realität bzw. Augmented Reality will überdies näher an das Zentralnervensystem herangehen.
 

3) Effektive Wahrnehmungsintensität erhöht den Realowert.

   ro (Gedanke, gedruckt)
> ro (Gedanke, als Manuskript geschrieben)
> ro (Gedanke, sehr laut ausgesprochen oder geschrien)
> ro (Gedanke, ausgesprochen)
> ro (Gedanke, geflüstert)
> ro (Gedanke,
         über » technisch induzierte Telepathieeffekte wahrgenommen)
> ro (Gedanke, natürlich-spontan telepathisch übertragen)
> ro (Gedanke, unterschwellig über Subliminals registriert)

Zu beachten sind subjektive Parameter wie vorgeschaltete Wahrnehmungsfilter, die gegenläufig, oder wie Gedächtnis, die katalysierend wirken können.

   

Subjektabhängigkeit

Stoffliche wie abstrakte Objekte besitzen 0 Realo, wenn niemand sie wahrnimmt. Das kann ein schneeweißer Elefant sein oder ein bislang unentdecktes Naturgesetz. Zum Zeitpunkt des Lesens hat unser Pseudoalbino allerdings etwas reale Gestalt angenommen. Für den Leser ist nun ro (schneeweißer Elefant) > 0, wenn auch nicht sonderlich groß, weil es sich 'nur' um eine gedankliche Projektion handelt.

1) Kunstverständnis

Während konturinverse Doppelbilder geradezu darauf ausgelegt sind, dem Unterbewusstsein des Betrachters eine stimmungs-, erfahrungs- oder gedankenabhängige Offenbarung zu entlocken, die später anders ausfallen kann, lässt man sich von bildenden und » darstellenden Künsten eher inspirieren. Dennoch projizieren wir häufig unvorhergesehene oder ungewollte Interpretationen, was schließlich die Summe aller Realowerte der Originalidee verringert. Bei hinreichend großer Menge an Rezipienten kann es schon mal vorkommen, dass sie eines Autors ursprüngliche Intention übertönen. Oder jemand bringt Bilder, Plastiken, Objekte etc. verdreht an, vertauscht zB. Meer und Himmel; und es fällt niemandem auf.

Wir sehen hier einen Nachteil des Ansatzes zum Informationsgehalt nach Shannon. Diese mathematisch abstrahierte, digitalisierte Berechnung berücksichtigt bestenfalls nur sehr eingeschränkt die wahrnehmenden Bewusstheit(en). Unser Realo hilft weiter: Für den Empfänger ist Information nicht das, » was übertragen wird, sondern was ankommt, das heißt die Projektion in sein Bewusstsein. Resonanzinduktion und assoziative Speicher können auf Empfängerseite erweiternde und völlig neue, andere, auch unbeabsichtigte Informationslawinen und Erkenntnisvorgänge auslösen, die wenig mit dem ursprünglich versandten Informationpaket zu tun haben oder wesentlich darüber hinausreichen. Wie also kann der Maler sein Bild retten und die subjektiven Wahrnehmungsfilter des Empfängers überwinden? Er wird versuchen, diese durch Tricks in die beabsichtigte Richtung zu stimulieren, also zB. orientierungsbestimmende Details hinzufügen. Wenn der Betrachter das modifizierte Bild nun richtig platziert, erreicht die ursprüngliche Gedankenwelt des Machers beim Empfänger augenscheinlich eine höhere Präsenz, die nicht unbedingt objektiv gegeben sein muss, da Meer und Himmel nach wie vor ineinander fließen.

2) Sprachliche Perspektive

Zu was raucht der Mann Tabak? - Die uneindeutig gestellte Frage will vermutlich den » interpersonellen Informationsfluss und dessen ro testen und schließlich steigern nach dem Motto: Liest oder hört der Empfänger das, was der Absender schreibt oder sagt? Diesen könnte also zB. eine physikalische Bedeutungsvariante seitens Transmitter ein wenig überraschen. Denn zunächst durchströmten den Empfänger vermutlich ein paar andere Einfälle, so dass für ihn trotz der Antwort vom Transmitter aufkommende Gedanken wie "geistige Anregung" oder "Pausensnack" realer bleiben sollten. 

Sprachliche Perspektive

Am Anfang war das Wort. Dann muss es ihm die Sprache verschlagen haben. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Die Sprache ist die Sortiermaschine des Denkens. Leider programmiert sie sich auch weitgehend selbst. Bilder, die man aufhängt umgekehrt, mit dem Kopf nach unten, Fuß nach oben, ändern oft verwunderlich den Wert, weil ins Reich der Phantasie erhoben. Allemal gilt, dass, wer Begriffe und Gedanken bestimmt, auch Macht über die Menschen hat. Denn nicht die Taten sind es, die die Menschen bewegen, sondern » die Worte über die Taten.
- mehrere Autoren
 

3) Vorgeschaltete Filter beeinflussen die Wahrnehmung

Zum Beispiel kann eine große Menge gespeicherter, der augenblicklichen Beobachtung widersprechenden Erfahrungen deren ro verringern. Es wirkt subjektive, aber phylogenetisch bedingte » Akzeptanzträgheit.

Beispiel 1: Ein Schulgebildeter liest, die Zahl Pi betrage 3,11.. Er wird die » Medienmeldung nicht glauben und einen Druckfehler oder Aprilscherz vermuten, denn die Gesamtheit seiner bisherigen Erfahrungen spricht dagegen. Beim Empfänger ist also der Realowert deutlich verringert, auch wenn der Absender es ernst gemeint haben sollte.

Beispiel 2: Sensorische Differenz. In unserem Beispiel für synchrone kollektive Wahrnehmungsvorgänge befinde sich zusätzlich ein Kleinkind in dem Raum. Es hat weder Person 1 zugehört noch verstanden und sieht das weit oben stehende Buch auch gar nicht. Für das Kleinkind gibt es also solch ein Buch überhaupt nicht. Person 1, 2 und das Kleinkind leben je in individuellen Erfahrungs- und Bewusstseinsräumen; nur Interferenzen führen zu kollektiven Wahrnehmungen.

Andererseits kann es zum Zweck neutraler Wahrheitsfindung erwünscht sein, durch rein quantitative Summation erhaltenen, hohen Realo-Werten » kritisch zu begegnen. Ein Wahr-Nehmungsfilter verringert subjektiv das ro, wenn er neben Erfahrungen auch individuelle Überlegungen der gleichgeschalteten Auffassung einer großen Masse vorzieht.

Zum Beispiel setzt jemand eine vielleicht unstimmige » Annahme als Erkenntnis in die Welt, viele glauben es ungeprüft, und irgendwann kommt es von allen Seiten bei einem Individuum an. Dieses kann nun misstrauisch herangehen und damit das ro mindestens für sein Bewusstein verringern. So wurde die Erde allmählich rund, fing an, sich um die Sonne zu drehen, und Marskanäle und -gesichter verblassten zu optischen Effekten.
 

4) Gehirnintern automatisch generierte Projektion

Projektion

ZB. bei Synästhetikern, » OOBEs, optischen Nachbildern oder Scheinbewegungen, und bei akustischem Pre- und Postmasking und Folgetönen gilt: In den jeweiligen Hirnregionen entstehen rein lokale Projektionen, die zwar von außen angeregt wurden, aber kein physisch messbares Objekt darstellen. Vielmehr handelt es sich um abstrakte Objekte innerhalb einer Einzelbewusstheit. Wenn andere sie gleichermaßen wahrnehmen können, erhöht sich der Realowert solcher Phänomene.
 

5) Aktienkurswerte ähneln sehr kollektiv festgelegtem Realo

Kauf und Verkauf koppelt autark agierende Händler, die den Wert eines Unternehmens steuern, zu einer Gemeinschaft, wenn auch nur asynchron. Das subjektiv gefärbte Ergebnis steht am Abend Schwarz auf Weiß in den Medien. Außerdem wirkt das Realo hier also zeitdynamisch. Das Unternehmen muss es akzeptieren und eventuell sein Geschäft danach ausrichten. Es kann auch ganz aus der Börsenpräsenz verschwinden. Ein gut notiertes Unternehmen muss nicht unbedingt die beste Produktlinie, Brainware, Atmosphäre oder Strategie haben, und umgekehrt. Zuweilen dominiert eine » Realität in Form positiver Projektion in die Köpfe der Anleger sowie die Menge jener Köpfe.
 

6) Auto fahren

Wir wissen, wir fahren nicht wirklich 80 wenn der Tacho 80 anzeigt. Also fährt man nach Strich oder daneben. Aber die wirkliche Geschwindigkeit bleibt uns beim Fahren verborgen. Lieber glauben wir dem vertrauten Instrument; diese Geschwindigkeit ist die wirklichere für alle Kabineninsassen. Es gilt:

ro (Tachowert) > ro (Radarwert).

Dies kann zu subjektiven Differenzen führen; neben solchen bei Radareinrichtungen betrifft es überhaupt Messungen aller Art, zum Beispiel beim Nachweis von Umweltbelastungen oder » Forschungsergebnissen. Nicht nur in der Quantenphysik hängt das Messresultat vom Beobachter ab.

 

Einfluss von Häufigkeit

Die absolute Häufigkeit der Wahrnehmung eines Objekts je Zeitintervall beeinflusst den Realo-Wert. Je öfter ein spezifischer Gedanke gedacht, oder sagen wir, in einer Gesprächsrunde geäußert wird, desto realer wird er. Dabei kann es nichtlineare Effekte geben. So hat eine wiederkehrende Wahrnehmung ab einem definierbaren Schwellwert eine hohe Chance, ins Langzeitgedächtnis zu gelangen. Bei Wiederholung wirken gleichartige Erinnerungen als Realo-Katalysator. Auch kann Häufigkeit die Verwirklichungskraft und -momentum eines Gedanken erhöhen. Jeder Forscher, jeder Hersteller muss hinreichend publizieren, distributieren, werben, sonst gehen Hypothesen oder Produkte schlicht als unwahrgenommen = nicht vorhanden unter. Ohne den Gedanken- Verwirklichungskraft- Effekt könnte kein Architekt ein monu-mentales Gebäude errichten, kein Bauherr eine Schnellbahn bauen.

1) Bei einem tollen Einfall, Vorstufe jeder tollen Erfindung, könnte gelten:

  1
> ro (toller Einfall auf Papier und 1 Jahr lang
         lesbar und verständlich reproduzierbar)
> ro (ich habe in dieser Minute den tollen Einfall,
         aber nur zwischen den Ohren)
> ro (ich hatte gestern einen tollen Einfall,
         kann mich aber jetzt nicht genau an ihn erinnern)
> ro (ich habe an den tollen Einfall mehrere Tage nicht gedacht
         und werde ihn wahrscheinlich vergessen)
> 0

Hier spielt neben Häufigkeit auch Zeitdynamik eine Rolle.
 

2) Unterschiedliche Erlebnisräume produzieren unterschiedliche Häufigkeiten.

Für den Polarforscher sinkt ro (Sonne) stetig, wenn die Polarnacht hereinbricht. Tageslichtlampen versuchen mit UV- und sonstigen Strahlungsanteilen der Sonnenlichtkomposition nahe zu kommen. Schnee kennt dagegen ein Cook-Insulaner nur vom Hörensagen, für ihn ist ro (Schnee) also aufgrund der fehlenden Häufigkeit gering. Alle Menschen wiederum kennen das Phänomen Kugelblitz nur als seltene Erscheinung, die kaum erforscht ist und noch voller Rätsel steckt. Allerdings haben bei gedankenexperimentell angenommenen Bewohnern, sagen wir, saturnähnlicher Planeten, Kugelblitze vielleicht einen höheren ro-Wert.
 

3) Beispiele für nichtlineare Effekte, die aus der Tatsache resultieren, dass sowohl Einzelbewusstheiten als auch vernetzte für gewöhnlich ein Gedächtnis besitzen.

Tiere frequentieren jahrelang eine Wasserstelle. Plötzlich trocknet diese aus. Sie müssen neues » Wasser finden, kehren jedoch zunächst eine Zeit lang an die alte Stelle zurück. In ihrer Vorstellung, in ihrem Bewusstsein hat dieser Platz noch ein höheres ro. Das Realo-Momentum aus dem Gedächtnis überwiegt - bis zum Erreichen eines Wiederholungsschwellwerts gegenläufiger Wahrnehmungen.

Dies kann man mit der Euroumstellung vergleichen. Für viele dürfte sich mindestens zu Beginn dieser Phase der Euro noch etwas unrealer angefühlt haben als die bisherige jeweilige Landeswährung. Erst entsprechend häufige Nutzung, sprich Erhöhung des Realowertes, hat jene Bezugsgröße subjektiv neu geprägt.

 

Zeitabhängigkeit

1) Subjektive Taktgeneratoren

Vom populärsten Zeitmesser wird bis dato jeder über's Ohr gehauen: die Biouhr. Auf weiten Reisen kommt sie garantiert zur Geltung, etwa wenn ein Südländer jenseits vom Polarkreis übernachten will. Das Resynchronisieren klappt schneller bei von Sprüngen parallel zum Äquator verursachten Timelags.
 

2) Zeitpunkt des Erscheinens

Die Wahrheiten des Menschen sind die unwiderlegbaren Irrtümer.

Friedrich Nietzsche, Philosoph, 1844-1900

Es sei angenommen, vorletzte Woche brachte Zahlenfolge A einen Lottogewinn.

     ro (Zahlenfolge A als Lottogewinn der vorletzten Woche)
>   ro (Zahlenfolge A als Lottogewinn der letzten Woche)
≥   0

Hier sehen wir deutlich die Notwendigkeit, Realität von Wahrheitswert und Wahrscheinlichkeit zu trennen. Letzte könnte nicht 0 sein - obwohl sicher gering darüber, dass A eine Woche später wieder gewinnt. Die endlichwertige Aussagenlogik wiederum kennt nur Stufenwerte, die einfache zweiwertige zB. 1 für die vorletzte und 0 für die letzte Woche. Man könnte das Realo als ein unendlichwertiges Logiksystem ansehen. Aber auch bei den unendlichwertigen Logiksystemen gibt es unterschiedliche Anwendungsbereiche, Ausrichtungen, Prämissen und Algorithmen. ZB. zielt die Fuzzylogik auf das Computerisieren unscharfer formaler Beschreibungen ab. Und nominal hängen all diese Kalkülinstrumente nicht von einem Beobachter ab, obwohl manche Begriffe es gerade umgekehrt suggerieren könnten.

Die Realität des ersten Wurfes ist dagegen sehr vom Beobachter und dessen zeitlichem Erfahrungsraum abhängig: War es sein Spiel, wird er es stärker empfunden bzw. die Sinne geöffnet haben als jemand mit anderen Zahlen oder jemand, den Lotto überhaupt nicht interessiert. Alle solche einzelnen Realo-Werte liegen zwischen 0 und 1. » Ein höherer Wert kann durch kollektive Beobachtung entstehen.

Die Realität des zweiten Wurfes ist 0, wenn niemand glaubt, Folge A hätte gewonnen. Keiner nimmt dann solch ein Ereignis in der zweiten Woche wahr, weil es um eine andere Gewinnfolge geht. Sollten sich jedoch einige Individuen in der Woche vertun, so gilt für diese eine Ereignisrealität größer 0, unabhängig vom Wahrheitswert. Wir haben dann ein zwar nur eingebildetes, projektiertes, » abstraktes, aber gleichwohl für die Betroffenen nicht minder reales Ereignis. Selbst wenn sie ihren Irrtum in den Print-, Onlineplayer- und Funkmedien erkennen, wird das ro nicht mehr auf 0 sinken.
 

3) Raumzeitliche Distanz

   ro (Sonne)
> ro (Sterngigant Rho Cassiopeiae)

Ist bei großer 3-dimensionaler Raumdistanz zwischen Subjekt und Objekt überhaupt die Betrachtung einer gemeinsamen einseitig gerichtet flachen Zeit sinnvoll? Nehmen wir einmal ein entferntes kosmisches Himmelobjekt an, das unserer Zeitrechnung nach vielleicht vor 13.000 Jahren für 4000 Jahre hinreichend Strahlung und Radiowellen abgab, welche für uns nun noch 1000 Jahre beobachtbar wären. Wir können weder mit dem Wahrnehmungsgegenstand Wechselwirkung betreiben, noch wissen wir unfehlbar, wann, wie lange und in welcher Entfernung er strahlte und existierte. Die Teilchen bzw. Repräsentationen ihrer Zustände und Energien haben auf ihrer Wellenwanderung einen sich verändernden Raum und unterschiedlich beugende und eventuell bremsende oder beschleunigende dunkle und helle Gas/Staubnebel-, Energie-, Gravitations- und vielleicht sonstige noch unentdeckte Linsen, Absorber und Umlenker passiert. Sie können nichtlineare Ausbreitung, variable Geschwindigkeit und Wellenlängendehnung erfahren. Sie kommen verzerrt an. Es ist eine Filmprojektion, ein Planetariumsprogramm ohne Moderator. Wir müssen mit Beobachtungen, die indirekt sind, kosmologischen Zeitlupeneffekten, aufeinander aufbauenden Induktionen, Annahmen und Interpretationen leben. Deep Field- Bilder zeigen Galaxien, die es, wenn überhaupt noch, dann aufgrund von Raumausdehnung heute nur jenseits des wahrnehmbaren Horizonts gibt. Eine 3-dimensional wahrgenommene Entfernung entkoppelt kosmische Objekte zusehends von der Realität einer subjektiv sequenziell entrollten Zeit. Hypothesen wie etwa von Wurmlöchern sind für uns momentan nicht mehr als eine » Folge von Denkprozessen, könnten neben Gleichzeitigkeits-Effekten der Quantenphysik, kontrollierten Schwarzen Löchern oder Hochleistungsringlaserteilchenfallen allerdings die Raumzeit überlisten.
  

4) Realo als zeitdynamische Größe

... reflektiert ähnlich einem Wertpapier über die Zeit schwankende Wirklichkeitsgrade für ein gegebenes Objekt. So kann eine Mode, eine Meme, ein Produkt, eine Theorie, ein Mensch in Vergessenheit geraten - ro sinkt - oder » wieder ins Bewusstsein gelangen - ro steigt.

 

1 ro

Das bewusste Individuum nähert sich der Zahl 1 durch hochaktive Selbstwahrnehmung. Es spürt seine Präsenz bis in die Zehenspitzen, sieht vielleicht ein » Spiegel- oder Röntgenbild und so weiter. Meditativ oder per Außenreizreduktion erworbene Zustände, rhythmisch angeregte, chemisch oder energetisch induzierte Bewusstseinsverlagerung können möglicherweise dazu beitragen.

 

Werte über 1 ro

Haben wir eine Chance, mehr als 1 ro zu erreichen?
Ja: Indem das rezipierende Subjekt sein Bewusstsein erweitert um Selbsterkennungen, die es nicht selbst durchführt. Analog erhöht sich der Realowert eines gegebenen Objekts durch » Echtzeit- Bewusstseinsverschaltung von Beobachtern.

1) Beispiel Tiergruppe

Durch die Reaktionen externer Bewusstheiten kann das Individuum mehr über sich selbst erfahren.

   ro (mit einer Maus spielende Katze) ist potenziell
> 1
> ro (mit einer Murmel spielende Katze)

Ein echtzeitvernetztes Wahrnehmungs- und Bewusstseinscluster ermöglicht die Signalisierung von Gefahr an die Gruppe durch Aufpasser:

   ro (einzeln äsendes Reh)
< 1
    ist potenziell
< ro (einzeln äsendes Reh, dazu 1 Aufpasser)
< ro (in einer Gruppe äsende Rehe, dazu 1 Aufpasser)

2) Beispiel mentale Bewusstseinsstärkung

   ro (angefeuerter Fußballstürmer)
> ro (unbeachteter Fußballstürmer)

Das Publikum erhöht seine Präsenz, Motivation, Konzentration für das unmittelbare » Geschehen, so dass er über sich hinaus ragt, hypersensorisch, hyperaktiv wird; er spürt, sieht und hört, in welchem Spiel er steckt und auf welchem Spielfeld er steht und hat wahrscheinlich volle Kontrolle über seinen Körper.

3) Beispiele für zusammengesetzte Realowerte

   ro (Zahl Pi, Schulwissen und zusätzliches Buch)
=
   ro (Zahl Pi, Schulwissen)
+ ro (Zahl Pi, zusätzliches Buch)
=
   ro (Zahl Pi, gleiche Gedanken in Schulwissen
        und zusätzlichem Buch)
+ ro (Zahl Pi, separate Gedanken aus dem Schulwissen)
+ ro (Zahl Pi, separate Gedanken aus dem zusätzlichen Buch)

   ro (Maler, über den 1000 Leute reden)
> ro (Maler, über den 10 Leute reden)

 

Praktische Anwendung

Wir haben neben spezifisch und unterschiedlich eingesetzten Kalkülen wie » Ereignishäufigkeit, Wahrheitswert, Informationsgehalt, Wahrscheinlichkeit, Datenqualität und unscharfen Bewertungen wie Subjektivitäts- oder Objektivitätsgrad eine neue, präzise Ausdrucksmöglichkeit gefunden. Ein Vergleichsmaß. Eine berechenbare, allgemein gültige Größe zur Bestimmung von Wirklichkeit.

Wie objektiv ist die Sonne, der Himmel, ein Rechenzentrum, die Schärfe des Essens (aus Sicht eines Tiefseefisches, aus Satellitensicht, aus der eines Krokodils, der eines Inders)? Wesentlich besser lassen sich die Fragen beantworten, wenn wir formulieren: Wie real stellt sich das Objekt für eine Einzelbewusstheit oder eine Gruppe dar?

Letztlich ist es so, dass wir in der Quantenphysik über die Wirklichkeit an sich keine direkten Aussagen machen können. Wir können nur darüber reden, welche Information, welches Wissen wir haben. Wir können uns eine Wirklichkeit dann konstruieren, wenn mehrere Physiker in der gleichen Situation die gleichen Eindrücke, die gleichen Informationen haben. [..] Das heißt, es kommt auf die intersubjektive Übereinkunft an, die aber nicht alles ist. [..] Bloß über die Wirklichkeit selbst etwas definitiv auszusagen, ist nicht möglich.

Anton Zeilinger, Physiker, » Teleportationsspezialist, 2005

Wir haben außerdem gesehen, dass kollektive » Verschaltung in der Wahrnehmung oder auch die absolute Häufigkeit ro-Werte erhöhen kann. In der Forschung fußt das Peer-Review-Prinzip darauf: Idealerweise voneinander unabhängige Evaluationen, Experimente und Labortests erhöhen den Realowert von Hypothesen, Theorien, Erkenntnissen. Und jeden bewegt fast täglich eine Frage wie: Was ist dran an dem Gerücht, an der Behauptung, an der Werbung oder an der Bewertung? Intuitiv erhöht der Clevere den Realowert seiner Erkenntnis, indem er viele Leute befragt, Zeitungen liest, in den Televisor guckt oder Käufermeinungen aus dem Internet konsultiert. Die übereinstimmende Schnittmenge hat für ihn einen höheren Gültigkeitswert, mehr Realo.

 

Wie wirklich ist die Welt

Wenn 'die Welt' unendlich ist, dann muss ihr Abbild, » die Summe aller Objektdarstellungen in unendlich vielen Bewusstheiten, rein rechnerisch auch unendlich wirklich sein. So gesehen stimmen bereits die Gedanken mancher Physiker zur unübersehbaren Vielfalt an Paralleluniversen, denn jede lokale Bewusstheit bildet ein Mikrouniversum, das zwar aus Projektionen und reflektierendem Denken besteht, aber eben als solches Teil der Wirklichkeit ist.

Jedoch können regelmäßig nur endlich viele Individuen Cluster aus verkoppelten » Bewusstheiten bilden, das heißt Gedanken, Wahrnehmungen und Erkennungen synchronisieren etc. Die Welt kann nicht unendlich wirklich sein für diese Beobachter. Wir würden zum Beispiel berechnen:

      ro (Welt in den Augen der Menschen)
  ≤
      n    [Anzahl aller lebenden, durch Bildung, Literatur, Medien etc.
             verkoppelten Individuen]
  ×   
      ( 1  [maximal möglicher Realowert der Selbsterkenntnis]
        +
        Summe aller Realowerte der vom jeweiligen Individuum
          rezipierten Objekte )

Dazu zählen transitiv rezipierte Objekte, zum Beispiel auch durch » gedankliche Aufzeichnungen, Bilder, Bauten, etc. bereits Verstorbener. Über den Kumulationseffekt steigt der Realowert der von irdischen Lebewesen erkannten Welt ständig, solange n nicht signifikant sinkt.

Eine Betrachtung wert ist nun die Frage, ob nicht die » virtuell inkarnierten Individuen hinzuaddiert werden müssten. Der Schauspieler oder Romanleser beispielsweise, der sich in die Rolle eines Protagonisten vertieft, lebt mehr oder weniger die in der Handlung beschriebene Gestalt. In diesem Augenblick verringert er zwar den eigenen Realowert, steigert dafür aber die Präsenz der virtuellen Personalität, potenziell auch für weitere Zuschauer. Er bringt eine Figur ins Bewusstsein einer oder mehrerer Empfänger. Neue, autark wahrnehmende und denkende Wesen jedoch erschafft er damit nicht, solange nicht zB. eine fortgeschrittene Form Künstlicher Intelligenz zum Zuge kommt und Synthetische Realität gestaltet. Auch bleibt

     ro (Schauspieler oder Leser)
+   ro (gespielte oder gedachte Person)
≤   1.

Noch nicht » alle Einzelbewusstheiten können zur selben Sekunde in Verbindung treten. Es gibt einen ähnlichen Ungleichzeitigkeitseffekt wie bei kosmischen Distanzen. Überlebensmechanismen und menschliche Vernunft basteln ständig bessere Techniken, dies zu überwinden. Manche Tiere verfügen heute über biologische Anpassungen, zB. vorprogrammierte Vogelzugzeitgeber, Walfernrufe oder Infraschallsensoren. Abgesehen von Entwurf und Benutzung unzähliger konventioneller Verkopplungstechnologien beginnt der Mensch, verschränkte Quantenteilchen zu steuern und potenziell eventuell auch zeitfrei Information zu übertragen. Die einfach vorwärts gerichtete Zeitachse diskutieren viele als beschränkendes Konstrukt seitens Wahrnehmung, Gedächtnis und weiteren Bewusstseinsbausteinen und -prozessen. Und vielleicht eröffnen neue Experimente eine Art Hyperdimension, über die sich kontrolliert Zeit überlisten lässt.
 
 


Literatur

Definitionsgrundgerüst und Text entstanden als Folge von oft unkonventionellen, aber nahezu alltäglichen Erlebnissen seit Beginn des 21. Jahrhunderts in der unmittelbaren Lebensumgebung. Anschließend fand der Autor interessanterweise Paradigmen wie Wahrnehmungsverkopplung und (echtzeit-) vernetztes Bewusstsein bei unterschiedlichen Quellen in erstaunlicher Anzahl wieder. Kommentierende Zitate, Erweiterungen und Korrekturen wurden dann hinzugefügt bzw. vorgenommen.

Erläuterungen

Das Wirklichkeitsmaß ro korreliert nicht mit Korrelationskoeffizienten, Fuzzy Logic, relationaler Quantenmechanik, Flächenmaßen, Money Monkey, Kunstsprachen oder Zeitschriften. Es gehört in den informationstheoretischen und philosophisch- ontologischen Diskursbereich.
Zweck aller vereinfachenden '1*1'-Formalismen ist die Veranschaulichung bestimmter Zusammenhänge. Das Realo-Modell wird hier nicht vollständig formal beschrieben.

Eine über die Privatsphäre hinaus gehende Nutzung gedanklicher Entwürfe erfordert eine Rücksprache. Keine Verantwortung für den Inhalt referenzierter Websites.


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